Autor Thema: Geilenkirchen 1944, Teil2: Panther G  (Gelesen 9696 mal)

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Offline Keks_nascher

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Geilenkirchen 1944, Teil2: Panther G
« Antwort #15 am: 22. März 2010, 22:12 »
Hui, das wird ja wieder sehr interessant  '<img'>
Grüße Michi

Derzeitiges Projekt: M4A3E8 \"Rice`s Red Devils\"

Offline Rafael Neumann

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Geilenkirchen 1944, Teil2: Panther G
« Antwort #16 am: 25. März 2010, 07:36 »
Hallo zusammen,

ich ärgere mich ja gerade noch ein wenig mit dem M-26 herum, so dass hier in der Zwischenzeit noch nicht viel passiert ist. Von daher nur ein kleines Update.

In vielen Panther-Bauberichten habe ich zu den Auspuffrohren gelesen, dass man hier eine kleine Ergänzung vornehmen kann, indem man die Rohre aufbohrt und mit einem kleinen Stift versieht. Als ich mir daraufhin die Auspuffrohre aus diesem Bausatz angesehen habe, war ich doch überrascht: Die kleinen Stifte waren bereits vorhanden, und auch die Zimmerit-Abdeckungen aus dem Atak-Set sind so sauber gegossen, dass die entsprechenden Halterungen der Teile G30 dort perfekt hineinpassen. Man muss sich ja nicht immer mehr Arbeit machen, als unbedingt erforderlich ist:



Die Teile müssen dann auch nur minimal versäubert werden und passen wunderbar an die Heckplatte:



Weil ich gerade mit der Heckpartie beschäftigt war, habe ich dann auch noch das Zimmerit an der Heckplatte angebracht. Die Produkte von Atak lassen sich wirklich sehr gut verarbeiten. Man kann sie ohne Probleme aus dem Resinsheet herauslösen und sie sind auch erstaunlich maßhaltig. Wenn es einmal erforderlich ist, werden die Teile warmgemacht (Wasserbad oder Haartrockner) und können dann vorsichtig etwas in die Länge gezogen werden. Eine minimale Anpassung erreicht man aber auch bereits, wenn das Zimmerit mit Kleber getränkt ist und ein wenig weicher wird; auch hier lässt es sich ohne große Probleme an die Bausatzgegebenheiten anpassen:



Wie gesagt, bisher nichts sensationelles, sondern einfach nur ein wenig Handarbeit. Am Wochenende geht es dann wieder weiter, da war ja auch noch etwas mit einer "rudimentären" Inneneinrichtung
« Letzte Änderung: 27. April 2023, 11:18 von Rafael Neumann »
Wenn ich mal sterbe, hoffe ich, dass meine Frau die Bausätze nicht zu den Preisen verkauft, die ich Ihr genannt habe ...

Offline Powerflo

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Geilenkirchen 1944, Teil2: Panther G
« Antwort #17 am: 25. März 2010, 13:23 »
Sag mal Rafael, was hast du denn für einen Kleber verwendet?
Normalen Plastikkleber fürs Zimmerit?
Das Leben ist zu kurz für schlechte Bausätze.
(K)leben und (k)leben lassen.

Offline Rafael Neumann

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Geilenkirchen 1944, Teil2: Panther G
« Antwort #18 am: 25. März 2010, 13:31 »
Moin moin,

steht auf der ersten Seite im Beitrag vom 21.03; beim Fehrmann habe ich nur mit Sekundenkleber verklebt, hier nun wie bereits von Chris beschrieben eine Kombination aus normalem Plastikkleber und Sekundenkleber benutzt. Vielleicht ergänzend noch die genaue Vorgehensweise (zumindest so, wie ich dabei vorgegangen bin):

Also beim Zimmerit erst die Rückseite angeschliffen und dann flächig (bis auf die Seitenränder und ein paar Punkte) mit normalem Plastikkleber (im Moment Faller Expert) eingestrichen. Anschließend eine Kante (und die freigelassenen Stellen) mit Sekundenklebergel bestrichen, das Zimmerit ausgerichtet und gleichmäßig zur anderen Seite hin angedrückt, wo erforderlich noch zurechtgerückt und dann die andere Ecke mit dem Skalpell angehoben und mit Sekundenkleber verklebt.
Funktioniert einwandfrei.

Viele Grüße
Rafael
« Letzte Änderung: 27. April 2023, 11:19 von Rafael Neumann »
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Offline sbuss

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Geilenkirchen 1944, Teil2: Panther G
« Antwort #19 am: 25. März 2010, 15:20 »
vielleicht täuscht ja auch nur das Foto - stehen die überpanzerten Auspufföffnungen von der Heckplatte ab? Das sieht an beiden Bauteilen jeweils auf der Seite, die zur Zugangsöffnung der Wanne hin zeigt, so aus.

Stefan

Offline Rafael Neumann

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Geilenkirchen 1944, Teil2: Panther G
« Antwort #20 am: 25. März 2010, 18:55 »
Hallo Stefan,

das sieht nur so aus, aber die Teile stehen nicht ab. An diesen beiden Stellen ist nur kein Zimmerit und deshalb "klafft" dort eine Lücke, die ich wohl noch schließen werde.

Bis dann
Rafael
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Offline joH

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Geilenkirchen 1944, Teil2: Panther G
« Antwort #21 am: 25. März 2010, 22:48 »
Der Sinn des "Ausbohrens" ist nicht nur die Ergänzung des "Granateneinwurfschutzes", sondern auch, die Wandstärke der Endrohre entsprechend darszustellen. Muss man nicht unbedingt machen, ist aber auch kein all zu großer AUfwand... ';)'

Joh
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Offline Rafael Neumann

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Geilenkirchen 1944, Teil2: Panther G
« Antwort #22 am: 25. März 2010, 23:01 »
Zitat
... die Wandstärke der Endrohre entsprechend darzustellen ...

Aha, wieder etwas schlauer. Aber die Rohre sind ja auch noch nicht drangeklebt . . . '<img'>
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Offline Rafael Neumann

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Geilenkirchen 1944, Teil2: Panther G
« Antwort #23 am: 28. März 2010, 14:31 »
Hallo zusammen,

inzwischen habe ich eine recht schön Sammlung von Bildern aus dem Innenraum bekommen (schönen Dank an Jan und seinen neuen Scanner) und auch im Netz einiges gefunden. Herausheben möchte ich hier gerne die Bildersammlung von dem restaurierten Panther aus der Littlefield-Sammlung, von der man im Netz gleich einige umfangreiche Galerien u.a. hier findet:

http://svsm.org/gallery/PzKpfw-V-Panther-Restoration

Somit habe ich ein paar schöne Referenzen für die Detaillierung des Inneraumes und es gibt ein paar Umbausätze (TankWorkShop und CMK), mit denen sich dies realisieren lässt. Bei meinem Panther wird man allerdings nicht viel davon sehen können, weil nur eine Funkerluke geöffnet ist und somit war ich einfach zu geizig, mir das Detailset CMK 3029 zu gönnen. Deshalb damals die Frage nach den Kopien der Baupläne aus diesem Set, weil die Qualität der Scans im Netz nicht sehr berauschend war. Die Anfrage hat leider nichts gebracht, also musste ich doch einen Versuch mit den Scans wagen, um zumindest ein wenig des Innenraums gestalten zu können. Im möchte hier aber vorwegstellen, dass es auf gar keinen Fall so eine "Detailorgie" wie bei Johannes Elefant werden kann und soll; das hebe ich mich vielleicht für einen anderen Panther auf. Mir geht es darum, ein wenig des Innenraums sichtbar zu machen, die Teile werden allesamt abgegossen und / oder gescratcht und ich möchte gar nicht den Anspruch erheben, die Teile 100%ig dem Original entsprechend nachzubauen. Alles soll nur eine grobe Detaillierung werden, die den Innenraum etwas füllt. Die Basis ist also der Bauplan von CMK in einer recht schlechten Bildauflösung:



Die Unterkonstruktion sieht man später überhaupt nicht mehr, so dass ich hier als Basis für die Bodenplatte nur entsprechende Plastikprofile eingeklebt habe:



Danach wurden der Boden und die Seiteteile grob angepasst und das sieht nun so aus:



Was fängt man nun damit an ? Im vorderen Innenraum dominiert definitiv das Getriebe, das auch einen Großteil des vorhandenen Platzes einnehmen würde. Hilfreich für die Übersicht waren in dem Fall die technischen Zeichnungen aus einem Panther-Handbuch, die ich auf den Seiten der Wheatcroft-Collection gefunden habe. Anhand dieses Materials kann man zumindest hervorragend die Position des Getriebes in der Wanne bestimmen:


(Quelle: Wheatcroft-Collection)

Ich hatte auch bereits die Empfehlung bekommen, nicht den gesamten CMK-Bausatz, sondern vielleicht nur ein Getriebe zu kaufen, und da habe ich mich an ein paar Verlinden-Sets in den Schubladen erinnert, u.a. auch eines, dass ich für eine spätere Werkstattszene mit dem Famo eingeplant hatte: Verlinden 1693, Military Cargo Germann WWII. Diese Set enthält genau das benötigte Objekt, nämlich ein Getriebe, dass zumindest von der Optik her passen dürfte:



Tja, und da hilft wohl alles nichts, es muss eine Kopie davon her. Dazu dann wieder mehr in den nächsten Tagen.
Schönes Restwochenende
« Letzte Änderung: 27. April 2023, 11:22 von Rafael Neumann »
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Offline kilkenny1970

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Geilenkirchen 1944, Teil2: Panther G
« Antwort #24 am: 30. März 2010, 23:03 »
Hobby-Chemiker Neumann! '<img'>

besten Dank für die Einblicke und die detaillierte Anleitung für´s abformen '<img'>   Werde den Bericht mit grosser Spannung weiterverfolgen. Komme mit meineem SdKfz wohl erst Ende April wieder in die Hufe...
Gruß
TJ

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Im Bau: Befehlsjäger 38 1:35 Dragon

Offline joH

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Geilenkirchen 1944, Teil2: Panther G
« Antwort #25 am: 30. März 2010, 23:22 »
Hi Rafael,

wenn ich diese Anleitung sehe, frage ich mich, warum ich eigentlich so nen Bammel vor Resinabgüssen habe. Schwierig sieht es eigentlich nicht aus.
Interessant auch deine Vorgehensweise bei der Umsetzung der Inneneinrichtung im Allgemeinen.
Achja, ABER hat ein SEHR komplexes Funkgeräte-PE-Set - aber das macht wirklich nur Sinn, wenn du auch beim Rest der Inneneinrichtung aufs Ganze gehen willst.

Johannes

P.s.: Mach' doch zusätzlich einen Artikel für die Werkstatt aus diesem Teil des Bauberichts.
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Offline Rafael Neumann

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Geilenkirchen 1944, Teil2: Panther G
« Antwort #26 am: 30. März 2010, 17:51 »
Und weiter geht's:
Der letzte Teil endete ja mit den Überlegungen zum Getriebe und somit wurde es wieder Zeit für den Formenbau. Mit dem Getriebe alleine ist es nicht getan, denn auf dem Getriebe steht auch noch die Einheit mit dem Funkgerät und der Instrumententafel für den Fahrer. Aber auch hier bin ich fündig geworden, denn zu meinen - wenn auch im Vergleich zu den Sammlern und Jägern -  kleinen Lagerbeständen gehört auch noch ein Academy-Tiger mit Inneneinrichtung, von dem man ein wenig gebrauchen kann, insbesondere das Funkgerät und die Instrumententafel; beides muss zwar angepasst werden, aber der Aufwand hält sich in Grenzen und somit waren ein paar Originale vorhanden, die nun abgegossen werden konnten:



Wie bereits bei meinen Teilen für den Straßenbau benötgit man für die Herstellung einer Silikonform
eine ebene Arbeitsfläche
doppelseitiges Klebeband
ein Urmodell
Legosteine für die Umrandung, für größere Teile ggfls. Holzleisten als Seitenbretter für die Form
eine Holzplatte als Bodenplatte (eine Seite sollte möglichst glatt sein)
Silikon (niedrigviskos und bei Raumtemperatur vulkanisierend – RTV)
und schon kann es losgehen:

In meinem Anwendungsbeispiel soll eine Form hergestellt werden, um wieder für den Eigenbedarf eine kleine Anzahl von Zubehörteilen gießen zu können. Die Bodenplatte sollte ca. 6cm länger und breiter sein als das Urmodell, die Urmodelle werden mit doppelseitigem Klebeband auf die Bodenplatte geklebt, damit die Teile später beim Einfüllen des Silikons nicht verrutschen oder umfallen.





Die Umrandung wird aus Legosteinen gebaut (herzlichen Dank an dieser Stelle an meinen Sohn Lennart für die Überlassung des Baumaterials). Wie beim wirklichen Mauern wird auf einen Verbund der Ecken geachtet, was der Umrandung zusätzliche Stabilität gibt. Die Lego-Bausteine sitzen dabei ebenfalls auf dem Klebeband, damit später kein Silikon unter die Umrandung fließt. Der Rahmen hat zu den Urmodellen seitlich mindestens 0,5cm Abstand, die Oberkante sollte ebenfalls mindestens 0,5cm höher sein als die Oberkante der Urmodelle. Bei einer kleineren Form genügt dies völlig; sollen größere Objekte abgeformt werden, bietet sich eine aufgeschraubte Umrandung aus Holz an.

Nun wird das Silikon vorbereitet. Es wird ein Dubliersilikon Duosil Extra Hart (Shore 32) der Firma Shera verwendet, das für die Herstellung solcher Formen für den Modellbau mit Resin hervorragend geeignet ist. Das Silikon wird im Verhältnis 1:1 gut verrührt, also 1 Teil weiß mit 1 Teil lindgrün. Die benötigte Menge muss vorher geschätzt oder besser  ausgerechnet werden (also Länge x Breite x Höhe der Form).





Die Anrührzeit dieses Silikons beträgt ca. 30 Sekunden und es sollte möglichst wenig Luft untergemischt werden (eventuelle Luftblasen steigen automatisch an die Oberfläche und können durch Berührung mit einem Holzspatel geöffnet werden). Danach hat man ca. 4,5 Minuten Zeit für die Verarbeitung. Zunächst wird an feinen Vertiefungen ein wenig Silikon mit einem Zahnstocher aufgetragen . . .



Dann wird die gut verrührte Silikonmasse in die Form gefüllt, die waagerecht stehen soll. Man lässt das Silikon am Besten von einem Punkt oder einer Ecke ausgehend in die ganze Form fließen. Die Form wird dazu am Anfang etwas schräg gehalten, damit das einfließende Silikon die Luft aus der Form verdrängt. Bei sehr filigranen Teilen oder feinen Konturen wie z.B. der Instrumententafel werden diese vorher mit dem angerührten Silikon bestrichen, um Lufteinschlüsse zu vermeiden.





Das Silikon verläuft von selbst und bildet eine ebene Oberfläche; den Prozess kann man unterstützen, in dem man von unten an die Tischplatte klopft. Auf diese Weise steigen restliche Luftblasen an die Oberfläche und können geöffnet werden. Ideal wäre das Anrühren des Silikons unter Vakuum und die Verwendung einer Rüttelplatte, aber diese Gerätschaften stehen den meisten Laien nicht zur Verfügung.



Das Urmodell wird nun mit einer ca. 5mm dicken Schicht überdeckt, diese bildet dann später den Boden der Form.



<img src="http://foto.arcor-online.net/palb/alben/38/7552938/6639656639646331.jpg" border="0">

Nach ca. 20 Minuten kann man die Form aus der Umrandung nehmen und man erhält eine flexible Negativform des Urmodells. Je nach Art der Form und Verwendungszweck können Duplikate des Urmodells nun mit Gips, Gießkeramik oder auch Gießharzen ausgegossen werden.



Man erkennt hier sehr deutlich, wie sauber die feinen Details bei den Instrumenten abgebildet werden. Hier ist das Silikon von Shera sogar deutlich besser als das bisher von mir verwendete Produkt.



Die Form durfte nun erst einmal ein paar Tage auslüften. In dieser Zeit kam dann auch mein Resin in den Kühlschrank, um die Verarbeitungszeit etwas zu verlängern. Gelernt habe ich inzwischen, dass die sog. Topfzeit nur ein technischer Wert ist und der Zeitpunkt des Gelierens deutlich früher eintritt. Wenn das passiert, bekommt man eben das Resin auch nicht mehr durch eine schon üppige 1,6mm Kanüle. Auf jeden Fall wird das Resin für die Verarbeitung nach den Gewichtsanteilen angerührt, zusätzlich kommt eine kleine Menge Entlüfter in die Flüssigkeit. Danach wird zunächst an den tiefen Stellen mit kleinen Details ein wenig Resin mit einen Zahnstocher aufgetragen. Dann erfolgt das vorsichtge Einfüllen des Kunststoffes in die Form mit Hilfe von Spritze und Kanüle. Nachdem das Resin ausgehärtet ist, kann man die Teile vorsichtig aus der From entnehmen, und für einen ersten Guß mit dieser Form sehen die Teile schon nicht schlecht aus. Es sind zwar noch ein paar Blasen vorhanden, so dass die Gießtechnik hier noch ein wenig verbessert werden kann, aber für meine jetzigen Zwecke genügen die Teile durchaus.





Auf die gleiche Weise wurde auch das Getriebe abgeformt und ausgegossen, wobei hier tatsächlich auf Anhieb ein tadelloser Guss entstanden ist. Als Ergebnis darf ich hier Original und Fälschung präsentieren:



Wie man sieht, passt das einwandfrei:


Somit habe ich nun eine Menge Material, mit dem ich wieder etwas spielen kann. Und was es mit diesem schönen Teil aus der Bastelkiste auf sich hat . . .



verrate ich, wenn es demnächst wieder heißt:
Panther kennt ja jeder . . .

Schöne Grüße
Rafael
« Letzte Änderung: 27. April 2023, 11:27 von Rafael Neumann »
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Offline Rafael Neumann

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Geilenkirchen 1944, Teil2: Panther G
« Antwort #27 am: 31. März 2010, 08:31 »
Moin Ihr zwei,

Hobby-Chemiker ?
Nee, nee, dafür haben wir unseren Schnurx, und der ist im Bereich Chemie wohl von "Hobby" bereits sehr weit entfernt.

Und der Aber-Satz für die Funkgeräte ?
Mein lieber Johannes, das Teil hatte ich 'mal in einem Review auf der Seite von Panzer-Modell gesehen, aber das kommt für diesen Panther nicht in Frage - man sieht durch die Luke ja wirklich nicht viel . . . obwohl es ja Leute geben soll, die Sitze mit Federn und andere Innereien im Innenraum von großen Panzerfahrzeugen verstecken . . .  :pffft:

Die Sache mit dem Resinguß ist tatsächlich kein Hexenwerk, aber man muss sich ein wenig mit dem Material beschäftigen. Ich habe bei meinen Versuchen inzwischen folgendes gelernt:

Erstens ist es kein Scherz, wenn ich immer schreibe, was für die Arbeiten benötigt wird. Alle erforderlichen Materialien, also auch so "unsinnige" Sachen wie Handschuhe, Holzspatel, eventuell Schraubzwingen müssen bereitliegen, wenn man mit der Arbeit beginnt. Zwischendurch hat man fast keine Zeit mehr, solche Sachen zu suchen.
Zweitens sollte die Form ein paar Tage auslüften, bevor man sie benutzt, und es braucht meistens ein paar Probegüsse, bis die Form richtig "funktioniert".
Drittens benötigt man gutes Material, dass sich auch vernünftig verarbeiten lässt (also eine nicht zu kurze Verarbeitungszeit), wobei man diese auch durch die Aufbewahrung der Komponenten im Kühlschrank verlängern kann.
Viertens muss man üben, um sowohl bei der Herstellung der Silikonform als auch beim Gießen der Teile keine Blasen zu produzieren. Aber mit gutem Material und etwas Geschick funktioniert das schon. Es ist halt immer ein Kompromiss aus Verarbeitungszeit und Materialmenge.

Bei der aktuellen Form z.B. sieht man vorne einige kleine Löcher, da habe zusätzlich ich ein paar MG-Munitionsbeutel abgegossen. Das mache ich inzwischen immer, wenn ich noch Platz in einer Form habe; halt Kleinteile abformen, die man immer mal gebrauchen kann. Aber wenn man in diese Löcher das Resin mit einem kleinen Blubb hineinkippt, bekommst man garantiert eine einzige Luftblase. Also wird das Resin nur in winzigen Mengen mit dem Zahnstocher vom Rand her hineingegeben, und dann geliert es halt zu schnell, weil die Zeit wegläuft. Also wirft man diese Fehlgüsse weg und lernt daraus, immer nur kleine Mengen anzurühren, die man auch verarbeiten kann, also bei dieser Form z.B. einen Teil Resin nur für die Munitionsbeutel.

Zu der Sache mit der Werkstatt:
Ich weiß nicht, ob dieser Teil des Berichtes auch wieder in die Werkstatt soll. Ich bin auf gar keinen Fall ein Experte, was diese Arbeiten anbelangt; da gibt es viel mehr Hochkaräter hier im Forum. Ich habe halt nur die Arbeitsschritte noch einmal mit in den Bericht aufgenommen. Es gibt ja auch bereits einen Bericht in der Werkstatt über die Herstellung einer Silikonform, nämlich den mit dem Straßenstück. Aber vielleicht mache ich einfach beim nächsten Guss noch ein paar Bilder und erstelle einen Kombibericht für die Werkstatt, wenn daran Interesse besteht. Und so ein Getriebe oder ein paar Kisten kann man ja immer 'mal gebrauchen.

Bis dann
Rafael
« Letzte Änderung: 27. April 2023, 11:29 von Rafael Neumann »
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Offline Panther

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Geilenkirchen 1944, Teil2: Panther G
« Antwort #28 am: 31. März 2010, 09:14 »
Hi Rafael,

ich beobachte deine beiden Bauberichte ( M26 und Panther ) seit Anfang an und genieße diese als stiller Leser.

Aber jetzt muss ich doch mal was schreiben: Was du hier präsentierst ist wirklich klasse.

Du zeigst immer wieder wie man mit etwas Eigeninitiative tolle Ergebnisse erzielen kann.



Gruß

David '<img'>
Das (K)Leben ist zu kurz für schlechte Bausätze
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Offline sbuss

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Geilenkirchen 1944, Teil2: Panther G
« Antwort #29 am: 31. März 2010, 09:46 »
interessanter Ansatz - ich habe die Funkgeräte und Halter aus plastiksheet und -profilen gebaut. An das Abgiessen bereits vorhandener Teile habe ich mich nicht heran getraut.

Stefan