Autor Thema: ITALERI 271 "U.S. Army Cargo Truck (2 1/2 Ton)" 1:35  (Gelesen 757 mal)

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Offline Steffen.B.

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Anbieter :
Italeri

Bausatz :
Nr. 271 "U.S. Army Cargo Truck (2 1/2 Ton)"

Maßstab :
1:35

Erschienen :
Erstauflage im Jahr 1977 durch TOMY, überarbeitete Erstauflage durch ITALERI im Jahr 1993 (Gegenstand dieser Besprechung), Zweitauflage durch ITALERi im Jahr 2005

Verfügbarkeit :
gegenwärtig nicht im Handel, jedoch oft bei ebay und den üblichen Kleinanzeigen zu finden, Preise variieren dabei stark zwischen ca. 20-50 €

Bespechung :









Markierungen für je ein US-amerikanisches und ein französisches Fahrzeug der Nachkriegszeit.


Spritzling "Quadrat" (im Bauplan sind die Spritzlinge nicht mit Großbuchstaben sondern mit geometrischen Figuren gekennzeichnet)


Das Armaturenbrett mit Zusatzschalter für 'blackout light' Tarnlicht.


Manch Einen würde die Holzstruktur freuen. Ich sehe das eher als unrealistisch an. Am Original waren das gehobelte Bretter, die waren glatt und zudem in 'olive drab' lackiert. In der 35-fachen Verkleinerung ist da einfach keine Holzstruktur zu sehen.


Der Torso der Fahrerfigur. Es gibt heute wesentlich feiner modellierte Figuren. Aber man bedenke, dass die Form hierfür vor 40 Jahren entstand. Für die damalige Zeit also eine beachtliche Detaillierung.


Das Kaliber 50 MG. Man kann es durchaus verwenden, wenn man das Set von RB Model verwendet um Rohr und Visier auszutauschen.


Das Bauteil mit Heckklappe und letzter Traverse. Schön gemacht. Die Katzenaugen auf der Heckklappe sind korrekt wieder gegeben. Rechts vom linken Rücklicht ist der Stecker für das Stromkabel zum Anhänger (falls einer angehängt ist). Die Rücklichter sind nicht überragend, aber in Ordnung. Lediglich an der rechteckigen Klappe der Werkzeugkiste (mittig zwischen den Rücklichtern) fehlt der Verschluss. Das kann man leicht mit Plastik-Karte oder mit einem Ätzbogen nachbilden.


Definitiv kein Glanzstück ist das 'pioneer tool rack', wirklich plump. Da es am Original ein Nachrüstteil war, kann man es einfach weg lassen. Andernfalls empfiehlt sich dringend der Austausch gegen Produkte vom Zubehör-Markt


Spritzling "Dreieck"


Vor 40 Jahren modelliert, aber das sind immer noch mit die bestdetaillierten Radbolzen, welche ich an Bausatz- und Zubehör- Rädern kenne. Das verdient Respekt.


Das 3-speichige Lenkrad, ein 4-speichiges liegt nicht bei.


Ein Highlight des Bausatzes sind die korrekten Achsnaben an den Hinterrädern für den TIMKEN Antriebsstrang ... .


... hier noch einmal von der Rückseite.


Italeri hat vermutlich an einem  erhaltenen Exemplar in Museums- oder privatem Besitz Maß genommen. Sonst wäre dieser Fehler nicht passiert - siehe roter Pfeil. Das war die Öffnung für den Tankstutzen an einer Stahlpritsche von Studebaker US6 Lkw, an einer GMC CCKW 353 Stahlpritsche hat diese Öffnung nichts zu suchen !
Beim historischen Original waren die Stahlpritschen von GMC CCKW 353 und Studebaker US6 vom gleichen zuliefernden Hersteller Edward G. Budd Manufacturing Co. und im Grunde identisch. Einziger Unterschied waren die Öffnung für den Tankstutzen in der vordersten Traverse beim Studebaker (Tank links am Rahmen) und die Aussparung in der Seitenleiste der Pritsche rechts beim GMC CCKW 353 (Tank rechts am Rahmen).
Diese runden Dinger da links und rechts unten an der Traverse sind übrigens nach vorn weisende Katzenaugen - am Original bernsteinfarben, nicht rot !


Und da haben wir die rechte Bordwand. Unten vorn an der Stahl-Leiste ist korrekt die Aussparung für den Tankstutzen an einem GMC CCKW 353 - siehe roter Pfeil.
Die anderen runden Dinger an der unteren und oberen Stahl-Leiste sind Auswurfmarken und gehören verschliffen.


Linke Bordwand, unten vorn - siehe roter Pfeil. Da wollte ITALERI wohl auch eine Aussparung für einen Tankstutzen darstellen und hat den Fehler noch bemerkt. Beim Original gab es hier weder bei GMC CCKW 353 noch bei Studebaker US6 eine Ausparung. Man kann hier also getrost alles glatt verschleifen.



Fazit:
Italeris Bausatz Nr. 271 ist aktuell im Maßstab 1:35 immer noch der einzige GMC CCKW 353 mit geschlossenem Führerhaus und Stahlpritsche. Freilich ist der Bausatz nicht auf heutigem Stand. Aber für sein stolzes Alter ist es ein erstaunlich guter Bausatz. Mit einem Ätzbogen und Resinräder lässt sich ein sehr ansehnliches Modell daraus bauen.
Man sollte sich unbedingt den mit knapp 12€ günstigen Band No.6015 "U.S. WW II GMC CCKW-352 & 353 2 1/2-Ton 6x6 Cargo Trucks" aus der Technical Manual Series von TANKOGRAD Publishing besorgen. Dort wird das Wesentliche zum Original anschaulich gezeigt. Wer es genauer wissen möchte, dem ist der 10-teilige Artikel "The Jimmy's Ancestry - The CCKW in Detail and The Collectors Syndrome" von  Bryce J. Sunderlin empfohlen, erschienen über mehrere Ausgaben im Magazin "Army Motors" des MVPA (Military Vehicle Preservation Association).

Mit diesem Bausatz bekommen wir einen GMC CCKW 353 der 3. Serie ab Februar bis April 1943, erkennbar am asymmetrischen Kühlergrill und dem 'black light' Tarnlicht auf dem linken Kotflügel.
Problem hierbei ; dem Bausatz liegt das Lenkrad mit 3 Speichen und die Stahlpritsche bei. Am Original gab es aber schon seit spätestens Oktober 1942 ein Lenkrad mit 4 Speichen und seit spätestens September 1942 die Holzpritsche. Möchte man diesen Missstand beheben, muss man das Modell entweder rückdatieren, indem man das 'black light' Tarnlicht weg lässt und einen symmetrischen Kühlergrill vom Zubehör-Markt verbaut. Oder man bastelt das Lenkrad auf 4 Speichen um und besorgt sich einen anderen Nutzaufbau ; z.b. mit der dort falschen Holzpritsche beim ICM 35514 Studebaker US6 Bausatz tauschen oder einen der GMC Aufbauten von CMK verwenden.

Der Bausatz lässt sich mit oder ohne Winde bauen, sehr schön. Wie Winde ist ganz akzeptabel. Einzig das Kettenstück mit Haken am Ende des Windenseiles sollte man durch ein echtes Stück Kette ersetzen, das wirkt besser als Plastik-Spritzguß.

Man kann das Modell nur mit dem Kaliber 50 MG Stativ bauen, da leider eben kein alternatives Führerhaus-Dach ohne Öffnung für den Ringstand beiliegt. Wenigstens liegt eine korrekte Nachbildung des M32 Truck Mount bei. (Für Fahrzeuge mit kurzem Radstand oder mit offenem Führerhaus gab es jeweils eigene andere Ringstände). Ich hätte mir noch die halbkugelförmige Wetterschutz-Abdeckung für die runde Öffnung im Dach gewünscht, wenn das Kaliber 50 nicht in Benutzung war. So bleibt hierfür nur der Eigenbau. Ein abgeplantes Kaliber 50 bietet der Zubehör-Markt.



Kurzhistorie Original:

In der Fachliteratur wird beim GMC CCKW in 6 Serien unterschieden.

1. Serie von Oktober 1940 bis Februar 1941 , gebaut : 13.188 Stück
Die Fahrzeuge der 1. Serie hatten zunächst die Bezeichnung GMC CCKWX 353, egal ob kurzer oder langer Radstand. Fahrzeuge mit kurzem Radstand wurde lediglich durch den Suffix SWB (= Short Wheel Base) kenntlich gemacht.

CCKWX, dieser Code bedeutet:

C = Modelljahr 1941
C = 'standard cab' (Lkw mit langer Motorhaube)
K = mit angetriebener Vorderachse
W = Hinterachsen angetrieben
X = externe Bauteile (in dem Fall wurde der Antriebsstrang der zuliefernden The Timken Company verbaut)

1. Serie von Februar 1941 bis Juni 1941, gebaut : 28.000 Stück
Die US Army brauchte schnell große Mengen Lkw. Eigentlich sollte zusätzlich zum GMC CCKW der Studebaker US6 diesen Bedarf decken. Jedoch hatte die alliierte Sowjetunion dringenden Bedarf an Lkw. So wurde beschlossen, die Masse der Studebaker US6 an die Sowjets und anderer Alliierte zu liefern und den GMC CCKW zum eigenen Standard Lkw zu machen. Das bedeutete eine Explosion der Produktionszahlen. TIMKEN konnte so schnell nicht so viel zusätzlich liefern (man hatte bestehende Lieferverträge auch mit anderen Lkw-Herstellern). Also entwickelten GMC und Chevrolet in Rekordzeit konzern-intern einen eigenen Antriebsstrang mit den oft zitierten 'banjo axles'.
Tatsächlich war es mehr als nur die Achsen, was sich unterschied. Achsen, Antriebswellen, Federpakete, Verteilergetriebe, Zwischenlager, Bremsen ... alles verschieden. Und da sich selbst die Bohrungen zur Montage am Rahmen unterschieden, waren TIMKEN und Chevrolet Antriebsstrang untereinander nicht kompatibel. Beide Antriebsstränge wurden ab Februar 1941 parallel nebeneinander verbaut, ungefähr je zur Hälfte der gesamten Produktionszahlen.

Die verschiedenen Antriebsstränge sowie die verschienen Nutzaufbauten erforderten noch während der 1. Serie eine neues Bezeichnungssystem. Das "X" fiel weg. Statt dessen gab es nun den Suffix "1" für den Timken Antriebsstrang und "2" für den Chevrolet Antriebsstrang. Der Suffix "A" stand für Fahrzeuge ohne Winde, "B" mit Winde. Der Radstand wurde nun mit 352 (kurzer 145inch Radstand) und 353 (langer 164inch Radstand) gekennzeichnet.

(Unser hier vorliegender ITALERI Bausatz ist laut Kartondeckelbild ein GMC CCKW 353 A1. Also ein Fahrzeug mit langem Radstand, TIMKEN Antriebsstrang und ohne Winde. Der Bausatz lässt sich alternativ aber auch als B1 bauen, also mit Winde.)

Fahrzeuge der 1. Serie haben ein ziviles Führerhaus 'Model 1574 Cab", noch mit Zierleiste & Aschenbecher sowie zivilen Armaturen am Armaturenbrett sowie der Montage des Rückspiegels am oberen Türscharnier. In der Variante mit runder Dachöffnung für das Kaliber 50 MG war es "Model 1575".

2. Serie von Juni 1941 bis Mai 1942, gebaut : 46.425 Stück
Fahrzeuge dieser Serie erhielten ein überarbeitetes Führerhaus ohne Zierleiste & Aschenbecher sowie nun vereinfachte militärische Armaturen am Armaturenbrett. Zudem war der Rückspiegel nun an der Kabinenseite vor dem oberen Türscharnier angebracht. Die Türgriffe im Führerhaus wechselten von lackiertem Metall zu olivgrünem Kunststoff. Und die Sitze waren jetzt mit Kunstleder bezogen. Die Bezeichnung lautete "Model 1608" bzw. "Model 1609" für die Kabine mit runder Dachöffnung.
Die technischen Änderungen sollten neben Kostenoptimierung eine Vereinheitlichung der Fahrzeugflotte und somit eine einfachere Logistik bewirken.
So gab es Veränderungen am Bremssystem, an der Elektrik der Beleuchtung, die teuren gegossenen Scheinwerfer-Gehäuse wurden durch günstigere in Blech geprägte ersetzt, die "Katzenaugen" Reflektoren erhielten ein neues Design (welches auch an älteren Fahrzeugen nachgerüstet wurde), die Rücklichter erhielten andere Halterungen, die Tankdeckel wurden auch neu gestaltet. Und es sollten nun auch auf der Beifahrerseite Rückspiegel verbaut werden, wozu es aber wegen Knappheit an Spiegelglas nicht kam. Stattdessen sollte wann immer möglich der rechte Rückspiegel nachgerüstet werden, was nur sehr selten geschah.
Ab Fahrgestellnummer 61263 wurde der Kunstleder-Sitzbezug durch Segeltuch ersetzt. Ab Fahrgestellnummer 65193 wurde das Design der senkrechten Kühlergrill-Streben minimal verändert. Die Winkel der Streben, mit welchen sie oben und unten am Grillrahmen angeschweißt waren, zeigten jetzt nicht mehr von der Mitte nach außen. Ab jetzt waren diese Winkel paarweise zueinander angeordnet.

3. Serie von Mai 1942 bis April 1943, gebaut : 126.038 Stück
Ab Juni 1942 wurden wegen Rohstoffmangel die Falzverbindungen am Führerhaus nicht mehr mit Blei versiegelt, die Gummimatten am Führerhaus-Boden fielen weg und die Gummidichtung der Rückscheibe wurde durch eine Filzdichtung ersetzt. Ebenso wurde die gegossene Fensterfassung der Rückscheibe durch eine aus Blech gestanzte ersetzt.
Ab Juli 1942 wurde das 'black light' Tarnlicht zur Nachrüstung durch die Truppe frei gegeben. Dazu wurde das Tarnlicht auf das linke Scheinwerfer-Schutzgitter gesetzt und ein Schutzbügel darüber geschweißt. Dies bewirkte auch zusätzliche Elektrik und zusätzliche Armaturen am Armaturenbrett.
Die größte sichtbare Änderung erfolgte ab August 1942, als das offene Führerhaus mit Stoffverdeck (Model 1619 Cab) zusammen mit der Holz-Pritsche eingeführt wurden. Wobei das geschlossene Führerhaus noch bis April 1943 parallel weiter verbaut wurde.
September/Oktober 1942 wurde fließend das 3-speichige schwarze Bakelit Lenkrad durch ein 4-speichiges Lenkrad ersetzt, wobei die 4 Speichen aus Metall und der Lenkring aus olivgrün lackiertem Holz bestanden. Bis Jahresende 1942 hatte das 4-Speichen-Lenkrad noch einen relativ massiven Holzring und Nabe mit Speichen als ein Gußteil. Ab Jahresanfang 1943 gab es ein billigeres Lenkrad mit dünnerem Holzring, die Speichen waren aus gestanztem Blech und an die Nabe genietet.   
Ab Fahrgestellnummer 192881 wurde das 'black light' Tarnlicht im Februar 1943 werkseitig auf dem linken Kotflügel verbaut und damit auch der asymmetrische Kühlergrill. Zeitgleich gab es Änderungen am Motor. Die Schalthebel zum Verteilergetriebe erhielten anstelle separater Ledermanschetten nun eine kombinierte Ledermanschette.
Aufgrund einer US Army Anweisung entfielen ab Ende März 1943 alle Hersteller-Embleme an Fahrzeugen, so entfiel auch das GMC Logo am Kühlergrill.

4. Serie von April 1943 bis Januar 1944, gebaut : 107.426 Stück
Die komplette 4. Serie wurde ausschließlich nur mit offenem Führerhaus und Holz-Prizsche gebaut.
Ende April gab es wieder kleine Änderungen am Motor, mit neuer Typennummer 3199. Nach nur einer Produktionswoche dieses Motors gab es weitere Änderungen, was zum Motor Typennummer 3020 führte. Der Motor 3020 war besser austauschbar zwischen Fahrzeugen mit TIMKEN oder Chevrolet Antriebsstrang und er hatte eine geänderte Ölwanne / Motorölung, was das Aufschäumen des Motoröles verhinderte
Ab Seriennummer 220521 wurde das Serie 1 Bendix Hydro-Vac Bremssystem durch das verbesserte Serie 2 ersetzt. Äußerlich unterschieden sich beide Bremssysteme kaum ; Serie 1 hatte an den Enden des Vakuum-Zylinders recheckige Platten mit je 4 Schrauben um diesen zusammen zu halten, Serie 2 hatte dort einfach nur je 8 L-förmige Klammern.
Mitte 1943 wurde eine kleine Anzahl GMC CCKW 353 mit den großen Rädern des DUKW Amphibien-Truck, aber ohne Nutzaufbau für das Corps of Engineers gebaut, zur Verwendung mit Sonderaufbauten.

Frühjahr / Sommer 1943 erhielten die Tanks größere 3 3/4" Einfüllstutzen. Diese größeren Einfüllstutzen konnten auch an ältere Fahrzeuge im Rahmen einer Reparatur verbaut werden. Jedoch ist dies offenbar nie an Fahrzeugen mit geschlossenem Führerhaus geschehen.
Ab Sommer 1943 wurden die CCKW ab Werk mit Ersatzkanister-Halterungen auf den Trittbrettern ausgerüstet. Alle älteren Fahrzeuge mit diesen Halterungen sind nachträgliche Feldmodifikationen.
Die 'Pioneer Tool Racks' also die Werkzeugträger mit Spaten, Axt usw. waren keine Ausrüstung ab Werk. Diese Träger sollten per Weisung des War Department im Feld nachgerüstet werden.
November 1943 wurde die Ledermanschetten an den Schalthebeln durch eine "Dichtung" aus Teerpappe ersetzte, welche mit Blechstreifen an den Kabinenboden genietet waren. Ebenfalls ab November 1943 wurden am senkrechten Teil der Trittbretter Halterungen für Bordwerkzeug angebracht (Spaten, Axt, Spitzhacke ... - was vorher am Pioneer Tool Rack verstaut war).
Winter 1943/44 fielen am Stoffverdeck über den Türen die Stofflaschen weg und statt dessen wurden Metallleisten zur Stabilisierung verbaut. Gleichzeitig wurden an den Stofftüren die 2 ungleich großen Fenster durch 2 gleich große Fenster ersetzt. Weiter wurden in diesem Winter neue leichter demontierbare Bremstrommeln eingeführt (vom DUKW übernommen).
Januar 1944 wurden die hinteren Federlager überarbeitet um einfachere Wartung zu ermöglichen.

5. Serie von Februar 1944 bis November 1944, gebaut : 73.499 Stück
Da es übliche Praxis war, die Lkw zu überladen, wurde mit der 5. Serie ein verstärkter Rahmen eingeführt. Und das Bremssystem wurde vereinfacht. Anstelle mehrerer Bremsschläuche ging nun nur ein Bremsschlauch längs durch den Rahmen von welchem über T-Stücke Leitungen zu den einzelnen Bremstrommeln gingen. Weiter wurde der Motor erneut überarbeitet, mit einem neuen Vergaser und neuem Luftfilter, neue Modellnummer dieses Motors ; 3431.
Ende 1943 / Anfang 1944 war es mit der Stahl-Knappheit vorbei. Und so kam mit der 5. Serie auch eine neue Pritsche : die 'Composite Cargo Body' oder sinngemäß auf deutsch ; die Kombinationspritsche. Das war im Grunde eine neue Stahlpritsche mit Holzboden. Über das Jahr wurden auch noch Restbestände an Holzpritschen aufgebraucht.

6. Serie von November 1944 bis August 1945, gebaut : 168.174 Stück
Mit Produktionsbeginn wurde das Windenkabel von 300feet auf 150feet gekürzt (also von 91,44m auf 45,72m).
Die 6. Serie ist gekennzeichnet von Angleichungen an anderer Militärfahrzeuge um die Logistik und Teilebeschaffung zu vereinfachen. So wurde der Motor weiter standardisiert, indem viele Anbauteile angeglichen wurden, jetzt neue Motortypennummer 3731. Die Elektrik wurde ebenso weiter modifiziert. An Haube und Haubenseiten wurden innenseitig Details verändert. Und am Armaturenbrett gab es nun einen Drehschalter für die Scheinwerfer.
Die Kombinationspritsche erhielt statt des Holzbodens nun eine Stahlplatte als Boden. Allerdings wurde dies nicht konsequent vollzogen, so dass es beide Varianten der Kombinationspritsche bei Fahrzeugen der 6. Serie gab.
« Letzte Änderung: 22. Juni 2020, 21:58 von Steffen.B. »

Offline Steffen.B.

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Re: ITALERI 271 "U.S. Army Cargo Truck (2 1/2 Ton)" 1:35
« Antwort #1 am: 19. August 2020, 14:41 »
Rafael hat mich auf etwas aufmerksam gemacht ;
Es gibt jetzt ein Set speziell für die ITALERI GMC CCKW Bausätze, um auf den Chevrolet 'banjo axles' Antriebsstrang umzubauen.  :10:
https://www.shapeways.com/product/TZ7Z57L6X/italeri-1-35-cckw-banjo-corporation-axles?optionId=169116007&li=shops

Alternativ gibt es das Set auch passend für den TAMIYA Bausatz :
https://www.shapeways.com/product/PZ4S2B86S/tamiya-1-35-cckw-banjo-corporation-axles?optionId=169101419&li=shops

Überhaupt hat dieser Anbieter eine Reihe sehr interessanter Sets im Sortiment.  :23: