Autor Thema: Welches elastisches Takelgarn?  (Gelesen 1787 mal)

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Offline Harald D.

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Welches elastisches Takelgarn?
« am: 29. Januar 2019, 17:40 »
Hallo,

ich baue gerade ein Schiffsmodell und komme demnächst zur Takelung.

Das dem Bausatz beigefügte Takelgarn ist gänzlich unbrauchbar.
Ich suche nach einem Garn, am besten elastisch, das nach dem Bespannen nicht durchhängt.

Was kann ich da nehmen, bzw. was empfhelt Ihr?

Danke im Voraus für die Tipps.

Grüße
Harald
Grüße von Harald

Offline LightningRob

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Welches elastisches Takelgarn?
« Antwort #1 am: 29. Januar 2019, 20:33 »
Moin, in welchem Maßstab ist denn das Modell?

Cheers
ceterum censeo carthaginem esse delendam

Offline Harald D.

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Welches elastisches Takelgarn?
« Antwort #2 am: 30. Januar 2019, 11:35 »
Im M.1:72.
Grüße von Harald

Offline Harald D.

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Welches elastisches Takelgarn?
« Antwort #3 am: 16. Februar 2019, 19:08 »
Kein Vorschläge?
Grüße von Harald

Offline Nornagest

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Welches elastisches Takelgarn?
« Antwort #4 am: 17. Februar 2019, 09:35 »
Hallo Harald,

auf der Seite "modellbauecke" gabs mal einen hervorragenden Bericht zu deiner Frage.
Die Seite gibts nicht mehr, aber den Bericht habe ich als PDF hier.
Ich habe in dir an deine Mail geschickt.

Soviel sei verraten:
Der Autor rät zu Nylonfäden aus Nylonstrümpfen. Und wenn man die Fotos dazu sieht, hat er hervoragende Ergebnisse damit erziehlt.

Gruß
Achim




Ein paar Modelle wollt ich bauen. jetzt bin ich damit soweit im Rückstand, das ich wohl ewig klebe.

Offline Harald D.

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Welches elastisches Takelgarn?
« Antwort #5 am: 22. Februar 2019, 15:05 »
@hornagest
Danke für deine Mail. Habs gerade erst gesehen. Wäre cht zu überlegen.
Ggf. Habe ich aus dem Angelkasten eine dünne Monofile herausgesucht. Geht wahrscheinlich auch. Aber schwer zu spannen und muss natürlich eingefärbt werden.
Grüße von Harald

Offline Rafael Neumann

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Welches elastisches Takelgarn?
« Antwort #6 am: 23. Februar 2019, 20:19 »
Hallo Harald,

manchmal hilft auch ein Blick bei der Konkurrenz. Schau mal bei Modellboard nach den Fliegern von Bughunter und was Frank dort für die Verspannung seiner Doppeldecker benutzt. Das Material gibt es ebenfalls in diversen Stärken und eine davon sollte passen.

Grüße
Rafael
Wenn ich mal sterbe, hoffe ich, dass meine Frau die Bausätze nicht zu den Preisen verkauft, die ich Ihr genannt habe ...

Offline unilee

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Re: Welches elastisches Takelgarn?
« Antwort #7 am: 06. Juni 2022, 09:00 »
Also für für dein Modellwürde ich Lykra von Infini nehmen Medium und wenn es elastisch ist mie einem Lötkolben an dem Strang entlang gehen und der Strang zieht sich etwas zusammen.

Offline Steffen.B.

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Offline unilee

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Re: Welches elastisches Takelgarn?
« Antwort #9 am: 06. Juni 2022, 13:39 »
Bestes Preis/ Leistung ist Lykra gegen Ushi,Ak usw.

Offline Steffen.B.

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Re: Welches elastisches Takelgarn?
« Antwort #10 am: 06. Juni 2022, 14:04 »
Neugierig geworden, habe ich mal google angeworfen. Von dem Lykra hatte ich nämlich bislang noch nie gehört.  :zwinker:
Bekommt man bspw. bei SSN Modellbau in diversen Stärken. Also 11€ (bzw. 12,50€ in der teuersten Variante) für 45m, damit reicht man ewig. Danke auch von meiner Seite für den Tipp.

Offline Harald D.

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Re: Welches elastisches Takelgarn?
« Antwort #11 am: 28. September 2022, 20:24 »
Gerade erst gelesen.

Das Problem bei den ganzen elastischen Fäden ist, dass sie eher für Flugzeugmodelle oder den kleinen Schiffsmodellbausatz gedacht sind.
Für Modelle größer als 1/72 ist deren Querschnitt einfach viel zu filigran. Besonders bei der Darstellung von Schiffsrelingen.

Ein weiteres Problem wird wohl auch die beschränkte Haltbarkeit (sich verflüchtigender Weichmacher). Kennt man ja von den Hosengummis.

Ich habe mir jetzt auf zwei Arten geholfen.

1. Die dünnste geflochtene Angelschnur geht prima für Relingen. Ist im Gegensatz zu monofiler Angelschnur wesentlich elastischer und lässt sich auch leichter färben. Sieht wegen der Flechtung auch noch wie Stahltrosse aus und fusselt vor allem nicht.

2. Der gute alte Bindfaden oder Nähgarn. Wichtig ist dabei, dass man den Faden vor dem Verspannen, mehrmals mit Leimwasser durch die Finger zieht. Dadurch legen sich die Fusseln des Fadens an und das Ganze wird nach dem Abtrocknen auch ziemlich stabil und die Haltbarkeit ist praktisch auch nachhaltiger als alle Gummifäden.
Ein weiterer Vorteil. Ich verwende schon die zum Vorbild passende Nähgarn-Farbe und muss daher nichts mehr lackieren (habe jetzt schon einige Modelle mit dieser Methode hergestellt und sieht wirklich klasse aus).

Als Kleber verwende ich den UV Sekundenkleber von UHU und arbeite immer in möglichst kleinen Abschnitten damit.
Grüße von Harald