Autor Thema: Sopwith Camel  (Gelesen 711 mal)

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Offline Commander JJ

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Sopwith Camel
« am: 27. Mai 2014, 20:09 »
Hi,

endlich bin ich auch mal bei den Doppeldeckern angelangt. Der Bausatz lag eine ganze Weile im Vorrat und jetzt muss er dran glauben ':24:'

Darum geht's

Es wird auch genau die Maschine vom Deckelbild

Es beginnt natürlich mit Cockpit und Motor


Die Holzteile sind zuerst braun bemalt und dann mit ockerfarbener Tusche etwas struktriert - so eine Art sehr intensives Trockenmalen.
Die Gurte sind als Ätzteile im Bausatz enthalten. Die Halterung über dem Tank ist hier aus Draht neu gebaut - nur zusammen gesteckt...
Um die Vertiefungen zu betonen wird ein Wash mit schwarzer Tusche aufgebracht.
Die Instrumente sind Decals. das Ganze ist lackiert und wird auch so glänzend bleiben, das war doch in Wirklichkeit lackiertes Holz, oder?



Während der Montage - das Ganze ist ziemlich filigran und auch schwierig auszurichten. Der Einbau des MG-Trägers ist ein bischen auf Verdacht und wurde später noch mehrfach korrigiert. Das fällt nicht so alleine zusammen wir bei Tamiya...


Der untere Flügel wird mit dem Rumpf verklebt.


Jetzt erst mal die Bemalung - die Unterseiten sind in der Farbe "Leinen" - was immer das ist - ich habe mir ein sehr helles beige-grün-grau zusammengemischt.


Das Leitwerk wird weiß bzw. rot - hier ist erst mal alles in weiß grundiert.



Für die Oberseite ein grün auf Basis von Khaki. erst mal dünn drüber und dann zwei Fehler verspachtelt


Die Unterseite - der vordere Teil ist abgeklebt um die Metallteile mit Silber zu versehen. Auf den Flügeln ist zu erkennen, dass die Spanten aufgehellt wurden, mit der Spritzpistole


Auf der Oberseite wurden die Spanten ebenfalls aufgehellt - zum Teil wurde mit verdünnter weißer Ölfarbe das auch mit dem Pinsel gemacht. Und dann werden die aufgehellten Teile mit dünnen Streifen Tamiya-Tape abgeklebt.


Die vorderen Metallteile sind mit Rot besprüht - auf einer Grundierung auf Silber. Die Holzteile rund um den Pilotensitz sind mit einem leicht bräunlichen Grün bemalt, um den Unterschied zu den Leinwandteilen wiederzugeben.


Nach dem Abkleben sind die Spanten alle mit stark verdünntem dunklem grau (unten) und schwarz (oben) nachgezogen worden. Das Ergebnis ist dann zu sehen.
Da ich das zum ersten Mal gemacht habe, wollte ich es nicht gleich über die Decals machen - dafür bringe ich die erst jetzt auf und muss dann über den Decals noch mal nacharbeiten.


Decals sind drauf, reichlich Weichmacher auch


So, demnächst geht's dann weiter mit den Oberflächen

VG JJ
was tun, wenn am ende des abends noch so viel bausätze übrig sind?

Offline sbuss

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Sopwith Camel
« Antwort #1 am: 30. Mai 2014, 11:32 »
Zitat
die Unterseiten sind in der Farbe "Leinen" - was immer das ist -


Als "Leinen"farbe empfiehlt sich von Gunze der Farbton "Radom", oder Farben die "Sail" heißen - Segeltuchfarben kommt dem mit Klarlack behandelten Leinen schon ganz gut nah.

Probiere doch mal beim nächsten Modell für das Schattieren der Rippenbänder auf der Oberseite das Besprühen mit Tamiya "Smoke" aus - das ist nicht ganz so schwierig wie verdünntes schwarz.

Ich bin gespannt, wie dir die Montage des Oberflügels von der Hand geht.

Stefan

Offline Commander JJ

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Sopwith Camel
« Antwort #2 am: 02. Juni 2014, 09:28 »
Hi,
hier weiterer Lackierfortschritt

Die Decals wurden zuerst mit Ölfarbe auf den Spanten aufgehellt, dann mit einer Schicht Bodenglänzer versiegelt und dann wieder abgeklebt.




So sieht das Ganze nach dem Spritzen aus




Nach einer Korrektur und mit den Maskierungen für die weißen Seitenmarkierungen. Die sind zwar als Decals vorhanden aber sehr einfach zu spritzen.


Die Unterseiten im fertigen Zustand. Hier ist mit stark verdünnter Unterseitenfarbe eine Homogenisierung erfolgt. d.h. es wirkt etwas blasser und die Kontraste sind nicht so stark.


Demnächst mehr
VG JJ
was tun, wenn am ende des abends noch so viel bausätze übrig sind?

Offline Commander JJ

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Sopwith Camel
« Antwort #3 am: 18. Februar 2015, 16:28 »
Hallo zusammen,
vor längerer Zeit schon weitergebaut aber noch nicht eingestellt.
Ein letzter ungehinderter Blick auf bzw. in das Cockpit. Die Motorhaube kommt dann auch demnächst rauf.

Die Unterseite fertig bemalt und der Beginn der Verspannung. Plan ist es, die Angelschnur in einer Startbohrung mit Sekundenkleber zu fixieren und dann durch verschiedene Bohrungen bzw. Umlenkpunkte zu ziehen, um dann an einer geeigneten Stelle zu spannen und mit Kleber zu befestigen.



Auf der Unterseite des Fahrwerks ist das „Spannseil“ durch eine Bohrung gezogen, geklebt und dann abgeschnitten. Bei dem Verschleifen hat natürlich die Bemalung gelitten, was später korrigiert wurde.

Nachdem im unteren Bereich alle Seile angebracht wurden kamen die Streben für den Oberflügel drauf. Diese wurden mit Plastikkleber aufgebracht, dann die Ausrichtung mit dem Oberflügel geprüft und nach dem Trocknen noch mit Sekundenkleber weiter befestigt.

Nach dem Aufkleben des Oberflügels wurden die Spannseile weitergeführt, gespannt und verklebt.
Dabei – große Sch….. – haben die auftretenden Spannungen die Klebepunkte zu stark beansprucht und das Ganze hat sich gelöst.

Ich habe das dann zwar wieder befestigt und nach einer gehörigen Fluchorgie fertig gebaut, aber so manches Spannseil ist jetzt nicht gespannt (=schief) und die Klebepunkte der Streben sind definitiv nicht Makrotauglich.
Ein kleiner Ausblick auf das fertige Modell. Der Galleriebeitrag kommt demnächst

Wenn ich noch mal einen Doppeldecker bauen sollte, werde ich es wohl mit Nylonfaden = unsichtbares Nähgarn probieren. Wobei ich bisher keines in schwarz sondern nur durchsichtig gefunden habe, was mir zu hell erscheint also noch bemalt werden muss. Gibt es schwarzen Nylonfaden?
Und wahrscheinlich würde ich, zumindest in 1:48 mir kleine Spannschlösser aus Draht fabrizieren, um mit den Ösen etwas einfacher arbeiten zu können.
VG JJ
was tun, wenn am ende des abends noch so viel bausätze übrig sind?

Offline Tobias Bayer

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Sopwith Camel
« Antwort #4 am: 18. Februar 2015, 17:24 »
Sieht sehr gut aus der Doppeldecker.